Da ich ausgebildete Physiotherapeutin bin, lag es für mich nahe, mich mit Hippotherapie zu beschäftigen. Ich habe Ende 2006 den Lehrgang erfolgreich beendet.

Unterstützt und beraten werde ich zudem von meiner Schwester, einer ausgebildeten Heilpädagogin. Und natürlich von Marie,Bettina und den Reithühner...

Wir haben einen kleinen Therapiestall gebaut, in denen vorwiegend die Therapie- und Kinderreitpferde gehalten werden. Hier ist auch eine kleine Halle vorhanden und ein Reitplatz. Alles muss noch Stück für Stück optimiert werden.

Hippotherapie ist Krankengymnastik zu Pferd. Dabei wird die dreidimensionale Bewegung des Pferdes  im Schritt auf den Patienten übertragen. Dies hat eine neurologische Stimulation des Gehirns zur Folge. Die Bewegung im Schritt ist dem Gang des Menschen gleich. Es ermöglicht also auch Patienten, die nicht laufen können, ihrem Körper ein Gefühl für das Gehen zu geben.

Hippotherapie findet ausschließlich im Schritt statt. Außerdem werden keine großartigen Übungen ausgeführt. Das Pferd soll mit seinen Bewegungen wirken. Dies mag von außen wenig spektakulär erscheinen, soll es auch nicht. Viel wichtiger ist die Wirkung, die der Patient spürt, die Signale die im Gehirn ankommen und was auch wichtig ist, dass der Patient Freude an der Therapie hat.

Weitere Infos: www.dkthr.de  beim Kuratorium für Therapeutisches Reiten, wo ich auch Mitglied bin

 

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Was den Unterricht an geht, habe ich meine eigene Philosophie entwickelt. Ich halte nichts davon, Kinder binnen kurzer Zeit in allen 3 Grundgangarten reiten zu lassen. Für ein übereiltes Galoppieren an der Longe ist der Körper nach so kurzer Zeit einfach noch nicht in der Lage. Auch der Reiter muss entsprechende Muskeln ausbilden, um sich nicht zu schaden.

Von Anfang an lehre ich den Kindern, die Pferde schonend zu reiten. Das kann für das ein oder andere Kind recht lange Schritt bedeuten! Erst wenn wirklich lenken und anhalten verinnerlicht ist, fangen wir mit sehr kurzen selbstständigen Trabreprisen an. Wenn hier ebenso lenken, anhalten ect. Im aussitzen sicher ist, wird galoppiert.

Da das ein enormer Anspruch an Koordination u auch Gleichgewicht bedeutet, heißt das halt viel üben und Geduld. Oft auch Geduld der Eltern!!

Jedes Kind hat einen eigenen Rhythmus, eine eigene Zeit, sich zu entwickeln, und das möchte ich berücksichtigen. Wem das zu lange dauert, der muss woanders hin gehen.

Den Lohn ernte ich, wenn ich ein 12 jähriges Mädel schön v/a traben sehe… Wenn ein Mädel, welches 1 Jahr bei uns reitet zum ersten mal angaloppiert.

Oder wenn eine 7 jährige auf unserer Araberstute eine schöne Trabwendung hinlegt.

 

Wir reiten weder western, noch englisch, noch klassisch. Wir gymnastizieren unsere Pferde und nehmen uns von jeder Reitweise das, was für unsere Tiere passt.

 

Im Unterricht unterstützen mich die Fortgeschrittenen Mädels, so das die Anfänger nie allein sind. Mehr wie 3 Kinder bei den kleinen und 4 bei den Größeren sind in keiner Gruppe. Sehr oft nehmen wir Kinder auch am Langzügel. So können sie sich ausschließlich auf den Sitz konzentrieren.

 

Wir gehen auch viel ins Gelände, die Fortgeschrittenen mit mir oder Marie, die Anfänger auch zu Fuß begleitet. So können alle auch mal entspannen und das erlernte im Gelände anwenden.

 

Ich bin im Besitz des Berittführers und bilde mich regelmäßig fort. Seit 2005 bin ich aktive Distanzreiterin. Im Jahr 2009 werde ich meine Trainerlizenz C absolvieren.

 

 

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